FVA-Wildtierinstitut
Das FVA-Wildtierinstitut erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für das Management und den Schutz ausgewählter Tierarten des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes (JWMG).
Eine wichtige Grundlage dafür ist das Monitoring von Wildtieren und ihrer Lebensräume. Im Vordergrund der wissenschaftlichen Arbeiten stehen die Untersuchungen des Raum-Zeitverhaltens von Wildtieren sowie die Analyse der Beziehungen Wildtier-Landschaft-Mensch.
Im Rahmen des Wildtiermonitorings werden fundierte Hinweise zu seltenen Wildtieren erfasst und dokumentiert.
Aktuelle Schwerpunkte
- Entwicklung, Erprobung und Anwendung von Methoden des Wildtiermonitorings (u.a. genetische Analysen)
- Lebensraumanalysen (u.a. Auerhuhn, Wolf, Luchs, Wildkatze, Rothirsch)
- Untersuchung des Raum-Zeit-Verhaltens (von Rotwild, Rehwild, Auerhuhn und Wildkatze)
- Analyse und Bewertung der durch Wildtiere verursachten ökonomischen Schäden (z.B. Verbiss)
- Partizipative Erarbeitung von Managementkonzepten (Rotwildkonzeption Nordschwarzwald, Aktionsplan Wildkatze, Managementplan Luchs) und regionalen Lösungsstrategien (Runde Tische Waldummbau und Jagd)
- Fachliche Begleitung der Umsetzung von bestehenden Managementkonzepten (Aktionsplan Auerhuhn, Rotwildkonzeption Südschwarzwald)
- Lebensraumverbund (Generalwildwegeplan) und Wiedervernetzungsmaßnahmen
- Ursachen und Präventionsforschung von Wildunfällen
- Forschung und konzeptionelle Arbeiten im Bereich "Wildtiere und Störungen"
Bei allen Themen ist uns ein Transfer der wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis und die breite Öffentlichkeit ein wichtiges Anliegen. Dies wird durch zahlreiche Veröffentlichungen, eine starke Medienpräsenz, Schulungen, Vorträge, Printmedien und das Denzlinger Wildtierforum umgesetzt.
Aktuelles aus der Abteilung
Neuer Wolfsrüde im Nordschwarzwald territorial/sesshaft
Am 06.09.2025 wurde bei Seewald im Landkreis Freudenstadt eine Wolfslosung gefunden, die erstmals den Wolfsrüden mit der Bezeichnung GW5057m genetisch in Deutschland nachwies. Auf Grundlage dieser Untersuchung lässt sich dieser Wolf der Alpenpopulation zuordnen (Haplotyp HW22). Eine genaue Herkunft ist jedoch nicht bekannt.
Luchs Juro überwindet Hochrhein hin zur Schweiz
Erstmals konnte das Luchsmonitoring der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) mittels GPS-Daten verfolgen, wie ein Luchs vom Südschwarzwald in die Schweiz wandert. Luchs Juro zeigt, wie wichtig die Vernetzung von Wildtierlebensräumen ist.
Wildtierbericht: Alles rund um die Waldbewohner in Baden-Württemberg
Damhirsch, Wildschwein, Marderhund, Waldschnepfe und viele weitere Arten mehr: Sie alle sind im aktuellen Wildtierbericht für Baden-Württemberg zusammengefasst. Er gibt einen Einblick in das Vorkommen, den Lebensraum und die Entwicklung der Arten – und liefert jede Menge sehenswerter Tieraufnahmen.
Luchskuder Gero und Martin mit Halsbandsendern ausgestattet
Gleich zwei Luchse hat das FVA-Wildtierinstitut eingefangen, untersucht, mit Halsbandsendern ausgestattet und wieder in den Wald entlassen. Beide erfreuen sich bester Gesundheit und leisten einen wichtigen Beitrag zum Luchsmonitoring der FVA.
Jährliches Treffen der Wildtierbeauftragten und Netzwerkpersonen
Vergangene Woche wurde es wild an der Hochschule Rottenburg: Wildtierbeauftragte und Netzwerkpersonen kamen zu ihrem jährlichen Treffen zusammen.
Wildkatzenmonitoring an der FVA: Telemetrie
Für ein aktuelles Projekt am FVA-Wildtierinstitut liefern 20 Tiere über GPS-Halsbänder wertvolle Daten rund um ihre Bewegungsmuster.











