Ernährung und Stoffhaushalt von Wäldern

Im Mittelpunkt des Arbeitsbereiches „Ernährung und Stoffhaushalt von Wäldern“ stehen das kontinuierliche Monitoring der Bodenfruchtbarkeit sowie die Bewertung von Trends und Mangelsituationen in der Waldernährung. Neben Versauerungsaspekten werden verstärkt Fragen zum Kohlenstoff- und Stickstoffkreislauf untersucht. Für unterschiedliche forstbetriebliche und waldbauliche Managementstrategien werden Nährstoffbilanzen erstellt und darauf aufbauend Handlungshinweise für die Praxis abgeleitet. Für die Umsetzung des mittelfristigen Programms zur regenerationsorientierten Bodenschutzkalkung werden Planungsgrundlagen erstellt und die Landesforstverwaltung bei der Umsetzung des Programms unterstützt.

Weiterführende Informationen

Projekte im Arbeitsbereich

Einflüsse der Humusauflage auf die thermisch-hydrologischen Funktionen von Waldböden

1846 Klimatische Bedingungen, Nährstoffeinträge über die Luft und Baumartenwahl steuern – neben anderen Faktoren - die Ausprägung der Humusauflagen und damit die ökologischen Funktionen unserer Wälder. Genaue Kenntnisse, wie sich die Basiseigenschaften der Humusauflagen (z.B. Humusform, Humusmächtigkeit) infolge dieser Einflussfaktoren ändern, gibt es bislang nicht. Auch ist der Zusammenhang zu wichtigen physikalischen Eigenschaften (Porengrößenverteilung, Wasserrückhaltevermögen, hydraulische Leitfähigkeit, Wärmeleitfähigkeit) unbekannt. Änderungen im Wasserrückhaltevermögen von Humusauflagen wirken sich nicht nur auf den Wasserkreislauf in Wäldern aus, sondern auch auf deren Wärmehaushalt. Für die Wälder der gemäßigten Zone fehlen bislang Studien, die diese Einflüsse untersuchen. Dies erschwert unser Verständnis dafür, wie sich das kombinierte Feuchte- und Temperaturregime der Humusauflagen als Reaktion auf Veränderungen der abiotischen und biotischen Faktoren verändern könnte. Verfügbare Wald- und Bodeninventurdaten in Kombination mit einer modellbasierten Bewertung der Auswirkungen von Veränderungen der thermischen und hydraulischen Eigenschaften von Humusauflagen auf deren Wasser- und Wärmehaushalt bergen ein großes Potenzial, die aufgezeigten Wissenslücken zu schließen. Mit dem Projekt sollen diese Daten in Wert gesetzt werden, um zu klären, wie sich Strukturveränderungen der Humusauflagen infolge veränderter Nährstoffverfügbarkeit und Lufttemperatur auf den Wärme- und Wasserhaushalt von Wäldern auswirken. Auf der Grundlage eines verbesserten Verständnisses der Beziehungen zwischen Basiseigenschaften der Humusauflagen und verschiedenen Standortbedingungen werden diese neuen Erkenntnisse genutzt, um die Basiseigenschaften der Humusauflagen von der Plotebene auf die nationale Ebene zu übertragen. 2022 2024 Ernährung & Stoffhaushalt von Wäldern (ab 2013) Boden und Umwelt

Standortgerechtes Waldmanagement im Kleinprivatwald: Klima – Nährstoffe –Wasserhaushalt

1765 In Deutschland liegen knapp 50 Prozent der Waldfläche in privatem Besitz. Davon haben mehr als 70 Prozent Flächengrößen kleiner 200 ha, 50 Prozent sogar kleiner 20 ha. Im Kleinprivatwald wird die Bewirtschaftung vermehrt als Freizeitbeschäftigung gesehen und weniger als wesentlicher Beitrag zum Einkommen. Dies kann einerseits zu einer Abnahme des traditionellen Wissens zur Waldbewirtschaftung führen, birgt aber andererseits die Möglichkeit, interessierte Waldbesitzer durch Beratung und gute Informationsmöglichkeiten für eine langfristig erfolgreiche und ressourcenschonende Forstwirtschaft zu gewinnen. Dabei ist ein standortgerechtes Vorgehen unabdingbar. Neben den existierenden klassischen Standortkarten werden aktuell Standorteigenschaften in den Bereichen standortgerechte Baumartenwahl im Klimawandel, Nährelementansprüche von Baumarten und nährstoffnachhaltige Holzernte sowie Objektivierung der Einschätzungen zum Wasserhaushalt neu und ergänzend interpretiert. Projektziel ist es, den aktuellen Stand der forstlichen Standortinformationen für die Beratung und beratungsbasierte Förderung im Kleinprivatwald nutzbar zu machen und damit ein standortgerechtes Waldmanagement als Grundlage für eine langfristig erfolgreiche und ressourcenschonende Forstwirtschaft sicher zu stellen. 2021 2024 Biometrie und Informatik Ernährung & Stoffhaushalt von Wäldern (ab 2013) Boden und Umwelt (Bereitstellung von Bodeninformationen, Bodenbeprobung, Analyse von Bodenproben, Einbinden Ergebnisse aus WHH-KW; Datenbereitstellung und Umsetzung "Standort-App") Biometrie und Informatik (Berechnung Nährstoffentzüge für Situation im Kleinprivatwald über Umtriebszeiten für ein erweitertes Baumartensprektrum und verschiedene Datenverfügbarkeiten; Datenbereitstellung und Umsetzung "Standort-App")
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