Gesellschaft

Wald hat große gesellschaftliche Bedeutung: als Erholungsort, Wirtschaftsfaktor und Naturraum. Er ist in diesem Sinne nicht nur Lebensraum von Pflanzen, Pilzen und Tieren, sondern auch von Menschen. Als Gesellschaft bauen wir auf seine „Ökosystemleistungen“ und wir gestalten sein Wachsen und Gedeihen mit. Die FVA beschäftigt sich deshalb nicht allein mit naturwissenschaftlichen Analysen unserer Wälder. Durch Information, Beratung und sozialwissenschaftliche Forschung kümmern wir uns auch um die menschlichen Belange zum Wald. Denn unser Waldwissen steht nicht für sich, es ist eingebettet in gesellschaftliche Prozesse und Debatten, zu denen es einen Beitrag liefern kann.

Themenschwerpunkte

Die Sichtweisen auf den Wald sind so vielfältig wie die Menschen, die ihn besuchen. Um unseren Umgang mit Wäldern nachhaltig zu gestalten, brauchen wir gesellschaftliche Diskussionsprozesse, in denen die verschiedenen Stimmen Gehör finden. Deshalb hören wir von der Abteilung Wald und Gesellschaft zu und bringen Menschen, die der Wald bewegt, konstruktiv miteinander ins Gespräch. Wir erforschen die unterschiedlichen Beziehungen der Menschen zum Wald, deren Kommunikationsprozesse und Konflikte: Wie wird über Wald geredet und berichtet, welche Nutzungsweisen, Interessen und Werte kommen darin zum Ausdruck? Die Erkenntnisse nutzen wir, um den gesellschaftlichen Dialog auch aktiv zu fördern und zu verbessern, zum Beispiel durch die Moderation von Foren, Schulungen und Vorträge.

Weiterführende Informationen

Wald ist beliebt. Bis zu zwei Millionen Menschen finden in Baden-Württemberg täglich bei Sport oder Spaziergängen Erholung in den Wäldern und nutzen diese als Rückzugs- und Freizeitort. Dabei steigt die Vielfalt der Aktivitäten stetig an und führt zu neuen Herausforderungen -  Waldbesitzende, Erholungssuchende und Waldbewirtschaftende haben naturgemäß häufig unterschiedliche Ansprüche an den Wald. Wir untersuchen die Bedeutung von gesellschaftlichen, politischen und technischen Trends, die den Besuch von Wald und Grünflächen beeinflussen und helfen damit das Spannungsfeld von Erholung, Tourismus, Naturschutz, Eigentum und Waldwirtschaft konstruktiv zu gestalten.

Weiterführende Informationen

Das Wildtierinstitut der FVA erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für das Management ausgewählter Tierarten des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes. Dies beinhaltet die Entwicklung und Anwendung von Methoden des Wildtiermonitorings, vertiefte Untersuchungen des Raum-Zeit-Verhaltens von Wildtieren sowie die Analyse von auf Wildtiere bezogenen Konflikten. Auf dieser Grundlage werden partizipative Managementkonzepte entwickelt, die sowohl artspezifische Ansprüche der betrachteten Wildtiere als auch unterschiedliche anthropogene Nutzungs- und Schutzansprüche berücksichtigen.

Weiterführende Informationen

 

Dass in unseren Wäldern nicht nur Holz als Rohstoff und Energieträger wächst ist allgemein bekannt: Die Bedeutung der Wälder für den Schutz der Umwelt, für die Natur und die Erholung der Menschen sind wichtige Anliegen. Damit das Wissen um die sogenannten Schutz- und Erholungsfunktionen verfügbar ist und bei der Waldbewirtschaftung bzw. in Verwaltungsverfahren berücksichtigt werden kann, gibt es seit 1975 die Waldfunktionenkartierung (WFK).

Insbesondere in urbanen Gebieten ist es hilfreich, dieses klassische forstliche Planungsinstrument um eine Kartierung der Ökosystemleistungen zu erweitern. Vor allem kulturelle Ökosystemleistungen wie Ästhetik, Erholung, Gesundheit oder Bildung spielen in urbanen Wäldern eine wichtige Rolle und werden bisher nicht im Detail mit der Erholungswaldkartierung erfasst. Um diese verschiedenen Bedürfnisse berücksichtigen und Konflikten systematisch vorbeugen zu können, erarbeiten wir detaillierte, ortsbezogene und aktuelle Informationen zu den sozialen Fragen der Waldnutzung.

Weiterführende Informationen

Räume für sportliche Aktivitäten, um das körperliche Wohlbefinden zu stärken oder als Gegenwelten zum urbanen Raum, um Stress abzubauen - das alles bieten unsere Wälder. Sie stellen somit auf individueller Ebene einen besonderen Rückzugsort da: Millionen Menschen gehen täglich v.a. mit dem Ziel in den Wald sich dort in ihrer Freizeit - allein oder in Gemeinschaft - zu erholen.

Dabei wissen die wenigsten, dass mit solchen Waldaufenthalten gleich mehrere Elemente von menschlichem Wohlbefinden angesprochen sind, die in der Gesundheitsdefinition der Weltgesundheitsorganisation eine Rolle spielen: die körperliche, aber auch die psychische Regeneration des Einzelnen und das soziale Miteinander. Wir lenken den Blick auf diese gesundheitlichen Wirkungen des Waldes und unterstützen mit unserer Arbeit Initiativen, die sich diesen Zielen verschrieben haben.

Aktuelle Forschung

Ein Wald, ein Streit, zwei Perspektiven: ­­Waldbezogene Konflikte

Der Streit um den Wald eine neue Broschüre unterstützt den Dialog zwischen Forstleuten und anderen für den Wald engagierten Menschen.

Weiterlesen

Waldzustandsbericht 2020: So steht es um den Wald in Baden-Württemberg

In unserem jährlichen Waldzustandsbericht können Sie nachlesen, wie es um die Gesundheit der einzelnen Baumarten in Baden-Württemberg und den Regionen gestellt ist. Die Daten werden anhand eines landesweiten Rasterstichprobennetzes erhoben. Das Ergebnis ist wie letztes Jahr: Trockenstress und Borkenkäfer haben unsere heimischen Wälder massiv belastet und geschädigt.

Waldzustandsbericht 2020 (PDF, 9MB)

Informationsveranstaltungen zum Wolf im Schwarzwald

Anlässlich der Zuwanderung des zweiten Wolfs im Schwarzwald und der Ausweisung eines neuen Fördergebiets Wolfsprävention veranstaltet das Umweltministerium in Kooperation mit dem FVA-Wildtierinstitut im November 2020 mehrere Informationsveranstaltungen. Expertinnen und Experten bieten Information und die Möglichkeit zum Austausch über die Themenfelder Wolf und Mensch, Biologie, Monitoring, Herdenschutz, Förderung und Jagd an.

Weiterlesen

Neues Projekt "Bürgerschaftliches und unternehmerisches Engagement in der aktiven Wiederbewaldung" gestartet

Viele Menschen und Unternehmen engagieren sich derzeit im Rahmen von Baumpflanzaktionen im Wald oder beteiligen sich finanziell an Aufforstungsprojekten. Darin drückt sich sowohl die große Sorge um den Wald aus, als auch die Bereitschaft sich aktiv für den Walderhalt einzusetzen.

Weiterlesen

Freiwilligen-Einsatz des Bergwaldprojektes e.V. am Feldberg

Aktueller Hinweis zum Eichenprozessionsspinner (Nr. 8 vom 16.09.2020)

Letzter Hinweis 2020: Der Falterflug ist abgeschlossen
Im Gegensatz zu den Raupen besitzen die Falter und Eigelege keine Brennhaare. Die Verpuppungsnester und Häutungsreste stellen jedoch weiterhin eine Gefährdung für die menschliche Gesundheit dar, da die Brennhaare auch über mehrere Jahre ihre Wirkung nicht verlieren. Direkter Kontakt mit den Gespinstnestern ist unbedingt zu vermeiden.

PDF Herunterladen

Wald & Klimawandel – Wie blicken die Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs auf den geschädigten Wald?

Erste Ergebnisse aus dem Projekt "Waldmonitoring Soziokulturell (WaMoS BW) 2020"

Weiterlesen

Waldschaden

Warenkorb

Titel Anzahl Preis
Gesamtpreis: