Waldschutz und Hackschnitzel – eine gute Kombination?

Sind Hackschnitzel die Lösung für den Waldschutz?

Aktuell fällt aufgrund von Sturm, Dürre und Borkenkäfer regional ein Vielfaches an Holzmengen des sonst üblichen Jahreseinschlages an. Deshalb kann das vom Borkenkäfer befallene Nadelholz oft nicht mehr rechtzeitig aus dem Wald gebracht werden.

"Rechtzeitig" bedeutet im waldschutzfachlichen Kontext, dass das Holz aus dem Wald gefahren wird, bevor die Borkenkäfer ausfliegen und weitere Bäume befallen können. Wenn eine rechtzeitige Abfuhr nicht möglich ist, werden weitere Maßnahmen, wie etwa das Hacken von käferbefallenem Holz, in Betracht gezogen. Doch reicht das Hacken von befallenem Holz allein aus, um eine Ausbreitung der Borkenkäfer zu verhindern?

Diese Fragestellung erforscht die Abteilung Waldschutz der FVA in Kooperation mit der Universität Freiburg und ForstBW. Im Schwarzwald werden flächig verblasene sowie aufgehäufte Hackschnitzel untersucht. Die flächig verblasenen Hackschnitzel wurden mit sogenannten Eklektoren abgedeckt, um eventuell ausfliegende Käfer einzufangen.

Analog wurden die aufgehäuften Hackschnitzel mit transparenten Kopfdosen versehen, welche mittels Lichtimpuls überlebende Käfer aus dem Haufen anlocken. Außerdem wurden die Haufen abwechselnd mit schwarzer und weißer Folie abgedeckt, um einen möglichen Temepratureffekt auf die Käfer zu untersuchen.

Da der Versuch noch läuft, stehen noch keine endgültigen Ergebnisse zur Verfügung. Jedoch lässt sich bereits jetzt beobachten, dass sowohl aus den flächig verblasenen wie aus den aufgeschütteten Haufen leider noch Borkenkäfer ausfliegen.

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