Herkunft und Anpassung der Eichen auf Reliktstandorten

Die mitteleuropäischen Eichenarten werden mit ihrer besonderen Stressadaption in Zukunft wohl eine größere forstwirtschaftliche Rolle spielen. Voraussetzung sind jedoch geeignete Herkünfte. Solche Herkünfte dürften sich in trockenen Reliktvorkommen mit langer Habitattradition finden. Deshalb zielt das Pro-jekt AQUAREL (Anpassung von Quercus auf Reliktstandorten) als Beitrag zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel, zur Sicherung der Kohlenstoffspeicherung und zur Erhöhung der CO2-Bindung von Wäldern auf die Identifizierung und Charakterisierung solcher Vorkommen ab.
Zu diesem Zweck suchen die Projektpartner ca. 50 mutmaßlich autochthone aride Traubeneichenbestände in Süddeutschland und dem Elsass aus. Sie sprechen die Standorte und die Biodiversität der Wälder unter besonde-rer Berücksichtigung der Habitattradition an. Darüber hinaus beschreiben sie die genetische Variation an neutra-len und adaptiv relevanten Genorten. Exemplarisch werden zehn Altbestände und deren Absaaten mit humiden Eichenwäldern auf ihre stressphysiologischen Fähigkeiten hin verglichen. Auf den Projekterkenntnissen aufbau-end leitet das Vorhaben die Nachkommenschaftsprüfung ein, um die Wuchseigenschaften dieser Herkünfte zu untersuchen und sie als Saatgutquelle zu evaluieren. Dies dürfte den Forstbetrieben in ihren Bemühungen um klimastabile Eichenwälder helfen.
Projektnummer: 1408
Beginn: 2019
Forschungsschwerpunkt: Biodiversität und Genetik
Ende: 2021
Leitung: Dr. Hans-Gerhard Michiels - Abteilung: Waldnaturschutz
Arbeitsbereiche: Waldpflanzenökologie
Beteiligte: Waldnaturschutz (Aufarbeitung des Versuchsdesigns, Auswahl der Flächen, Bearbeitung der Analysemethodik (in Zusammenarbeit mit Teisendorf), Durchführung der Geländeaufnahmen, Datenanalyse, Veröffentlichung der Ergebnisse.)
Mitarbeitende: Dr. Hans-Gerhard Michiels (Leitung), Dr. Devrim Semizer-Cuming

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