Urban Forestry Luxemburg Stadt

Die Ausdehnung und Verdichtung von urbanen Räumen erhöhen den Druck auf stadtnahe Erholungsräume. Gerade der Wald erfährt zunehmende Bedeutung – sei es für sportliche Aktivitäten, spirituelles Erleben oder zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens und der Gesundheit. Aber auch für den Erhalt der biologischen Vielfalt nehmen Wälder eine wichtige Rolle ein.
Das Kooperationsprojekt mit der Naturverwaltung Luxemburg (Administration de la nature et des forêts; ANF) hat zum Ziel, strategische Handlungsempfehlungen für das zukünftige Management des Stadtwalds Luxemburg zu geben, das die gesellschaftlichen Anforderungen an den urbanen Wald der Zukunft berücksichtigt. Im Rahmen des Projekts werden Synergien und mögliche konkurrierende Ziele zwischen und innerhalb der Waldfunktionen/ Ökosystemleistungen identifiziert und Empfehlungen erarbeitet, wie die Bedürfnisse der urbanen Bevölkerung besser in die forstliche und naturschutzfachliche Planung integriert werden können. Durch einen integrativen Ansatz, bei dem auch die lokale Bevölkerung eingebunden wird, soll die Akzeptanz für forstliche bzw. naturschutzfachliche Maßnahmen und das Vertrauen in die Verwaltung gestärkt werden.
Projektnummer: 1767
Beginn: 2020
Forschungsschwerpunkt: Ziel- und Nutzungskonflikte
Ende: 2023
Leitung: Dr. Stephanie Bethmann - Abteilung: Direktion inkl. Stabsstelle Gesellschaftlicher Wandel
Arbeitsbereiche: Multifunktionale Waldwirtschaft & Nachhaltigkeitsnormen (ab 2013)
Beteiligte Abteilungen: Direktion inkl. Stabsstelle Gesellschaftlicher Wandel (• Datenerhebungen zu a) Nutzungsverhalten der Waldbesuchenden, b) Wissen über und Erwartungen an den Stadtwald. Angewandte Methoden: Online-Umfrage mit Kartierung. • Übersetzung der Ergebnisse (Karten) für die Nutzung in forstlichen Planungsinstrumenten. • Kartenbasierte räumliche Identifikation bereits genutzter Synergien, möglicher Potentiale für Synergien sowie möglichen Trade-offs. • Erarbeitung von Meilensteinen und Indikatoren für die Forsteinrichtung und Bewirtschaftungsplanung, bspw. in einer angeleiteten Arbeitsgruppe gemeinsam mit der ANF. [Hierbei Anknüpfung an den aktuellen Prozess der Überarbeitung der letzten Forsteinrichtung (2018) hin zu einem Umbau zu Dauerwald/ mehr Strukturreichtum.] • Workshop mit Stakeholdern, bei dem Ergebnisse vorgestellt und diskutiert werden. • Identifikation von Prozessen und Instrumenten und notwendigen Inhalten für eine transparente und öffentlichkeitswirksame forstliche Planung (Durchführung von Interviews, ggf. Workshops). • Erarbeitung von Empfehlungen für die Kommunikation mit Waldbesuchenden und lokalen Interessensgruppen. • Erarbeitung von Empfehlungen zur kontinuierlichen Integration der Freizeit- und Erholungsnutzung für Prozesse und Instrumente der forstlichen Planung • Zusammenstellung der Ergebnisse in einem Urban Forestry Handlungsleitfaden für die Stadt Luxemburg)
Mitarbeitende: Dr. Stephanie Bethmann (Leitung), Dr. Bettina Joa

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