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Waldweide: Regionale Biodiversität mit Lichtwäldern fördern

Abb. 1: Pascha Johann Friedrich Weitsch (1760): Eichenwald mit Hirt mit Herde. Öl auf Leinwand. Quelle: Landesmuseum Hannover – Artothek.

Viele Arten profitieren von lichten Wäldern. Daher ist im September ein neues Projekt im Rahmen der Konzeption zur Erhaltung und Wiederherstellung lichter Wälder gestartet: Waldweide im regionalen Waldschutzgebiet Schwetzinger Hardt.

Was ist Waldweide?

Beweidung von Waldflächen durch Nutztiere oder gehegte Wildtiere. Die Tiere folgen der freien Nahrungssuche und/oder werden zum Schutz vor Witterungseinflüssen in Lichtwälder eingetrieben. Die Beweidungseinflüsse sind so intensiv, dass sie auch in der nächsten Vegetationsperiode noch am Bestand zu erkennen sind.

Im regionalen Waldschutzgebiet Schwetzinger Hardt werden auf knapp 290 ha der ca. 1.280 ha Schonwaldfläche verschiedene Lichtwald-Projekte zum Schutz der Biodiversität durchgeführt. Es werden Sandrasen-Gesellschaften auf abgeschobenen Dünenköpfen angelegt, invasive Neophyten bekämpft, rollierende Schlag-Zug-Systeme entwickelt und zusätzlich Waldflächen beweidet.

Die Waldweide Schönhaus ist ein lichter Kiefern-Buchenwald mit Magerrasen-Flächen. Das Projekt startet erstmal mit 18,5 ha, die über die Jahre sukzessive erweitert werden, wenn möglich bis auf eine Zielgröße von 60 ha.

    Das naturschutzfachliche Ziel ist es, mit mosaikartigen, dynamischen Lichtwäldern die regionale Biodiversität zu fördern – etwa Ziegenmelker, die Heidelerche und verschiedene Fledermausarten.

    Bei der Waldweide kommen unterschiedliche Weidetiere zum Einsatz:

    Rinder

    • Galloway-Zebu-Kreuzungen
    • Zwergzebus

    Ziegen:

    • Buren-Ziegen

    Schafe:

    • Barbados Blackbelly
    • Wiltshire Horn
    • Dorper-Schafe

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