Dr. Peter Hartmann

seit 03.2010: Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Boden und Umwelt

  • forstliches Umweltmonitoring: Bodenzustandserhebung
  • Ernährung und Stoffhaushalt von Wäldern
  • Konzeption und Beratung in der Bodenschutzkalkung
  • physikalischer Bodenschutz

2005 – 2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde an der CAU Kiel

  • Projektleitung der Projekte ‚Hydrogeochemische Prozesse‘ im Verbundprojekt ‚ENFORCHANGE‘ (Environment and Forests Under Changing Conditions) und ‚Wasserhaushalt mineralischer Deponieabdeckungen‘

2001 – 2004 studentische Hilfskraft am Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde an der CAU Kiel (Bodenlabor, Kartierung, GIS, Lehre)
1998 - 2001 studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Waldwachstumskunde der TU München (forstliche Standortaufnahme Spessart und Rhön)

2005 – 2008 Promotionsstudium mit Abschluss Dr. sc. Agr. am Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der CAU Kiel
2001 – 2005 Studium der Geographie, Nebenfächer Bodenkunde und Geologie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel (CAU) (Abschluss Dipl.-Geogr.)
1998 – 2001 Studium der Geographie, Nebenfächer Botanik und Geologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Vordiplom)

2019

Planting of alder trees at the edge of skid trails helps to stabilize forest topsoil structure against damage caused by heavy forestry machines. Soil and Tillage Research 187, 214-218

FLORES FERNÁNDEZ, J. L.; HARTMANN, P.; WILPERT, K. V. , Veröffentlichungen  Boden und Umwelt 

Forschungsschwerpunkte:

  • forstliches Umweltmonitoring: Bodenzustandserhebung
  • Ernährung und Stoffhaushalt von Wäldern
  • Konzeption der Bodenschutzkalkung
  • physikalischer Bodenschutz

Beratung für alle Waldbesitzarten:

  • Bodenschutzkalkung
  • physikalischer Bodenschutz
  • Bodenkundliche Begutachtung zu physikalischen und chemischen Fragestellungen

Wissenschaftliche Tätigkeiten:

  • Veröffentlichungen von Forschungsergebnissen in internationalen und nationalen Fachzeitschriften sowie Forschungsberichten
  • Reviewer für Forests, Global Change Biology, Forest Ecology And Management, Soil Tillage Research, Journal of Plant Nutrition and Soil Science, Geoderma, Catena
  • ResearchGate: www.researchgate.net/profile/Peter_Hartmann8

Projekte

Konzeption und Beratung regenerationsorientierte Bodenschutzkalkung

1659 Der Ministerrat hat mit dem Kabinettsbeschluss vom 13.09.2010 das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz mit der Planung und Umsetzung des regenerationsorientierten Kalkunskonzepts für den Zeitraum 2011-2021 beauftragt. Dieses Programm ist Bestandteil der umfassenden Strategie von ForstBW zum Nachhaltigkeitsmanagement. Die FVA hat dabei die Aufgabe, ein wissenschaftliche basiertes Konzept für ein landesweites Kalkungsprogramm zu erstellen und besitzartenübergreifend zu beraten. Dafür werden für die Kalkungsplanung entwickelte GIS-Tools genutzt, um die laboranalytisch validierte Kalkungsnotwendigkeit flächenhaft als Maßnahmenplan bereitzustellen. Die jährlich notwendige Flächenplanung wird in direkter Absprache mit dem RPF 83 durchgeführt und die Planungskarten über InFoGIS für die forstliche Planung bereitgestellt. Die Planungen der Behörden werden von der FVA begutachtet, was dann die Grundlage für die Förderung darstellt. 2019 2021 Nachhaltigkeit und Multifunktionalität Ernährung & Stoffhaushalt von Wäldern (ab 2013) Boden und Umwelt (Konzeption eines landesweiten Kalkungsplans Jährliche Planung der Kalkungsmaßnahmen)

Verbesserte Einschätzung des Risikos für Buchdruckerbefall – Kurzfristprognose für Risikobestände

1426 Im IpsPro-Verbundvorhaben entwickeln Forschende der FVA Baden-Württemberg, des Staatsbetriebs Sachsenforst und der Universität Hamburg das Borkenkäfer-Frühwarnsystem IpsRisk, mit dessen Hilfe die Abschätzung des Risikos für Buchdruckerbefall verbessert werden soll. Gesamtziel ist es, die aktuelle Gefährdungssituation durch den Buchdrucker in potenziell bedrohten Fichtenbeständen mit möglichst hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung einschätzen zu können. Hierfür werden verschiedene Teilrisiken, die sich aus Standorts-, Klima- und Wasserhaushaltsverhältnissen, Eigenschaften der Fichtenbestände, der Schwärmaktivität des Buchdruckers, beobachtetem Vorbefall sowie dem Brutraumangebot (z.B. Windwürfe) ableiten, kombiniert. Das resultierende Befallsrisiko durch den Buchdrucker wird in IpsRisk tagesaktuell und standortsgenau in Form einer Warnkarte dargestellt und soll zukünftig Waldbesitzenden, -bewirtschaftenden und weiteren Interessierten frei zugänglich, online zur Verfügung gestellt werden. Indem IpsRisk dadurch eine Fokussierung des Monitorings auf besonders gefährdete Bestände ermöglicht, kann das Borkenkäfer-Management wesentlich effizienter gestaltet werden. Das IpsPro-Verbundvorhaben wird durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, einen Förderträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, gefördert. Es ist in drei Teilvorhaben sowie insgesamt sieben Arbeitspakete (AP) gegliedert und hat eine Laufzeit vom 01.11.2017 bis 31.10.2021. Das Teilvorhaben 1 „Buchdruckerphänologie (AP 2) und Trockenstress-Disposition (AP 3)“ sowie das AP 7 „Systemoptimierung und Validierung“ werden an der FVA Baden-Württemberg bearbeitet. Buchdruckerphänologie (Abteilung Waldschutz): Entwicklung und Schwärmverhalten des Buchdruckers werden stark durch die Witterung, insbesondere die Temperatur, beeinflusst. Daraus folgt ein komplexes räumliches und zeitliches Muster von Schwärm- und somit Befallsintensität. Um dies im Borkenkäfer-Frühwarnsystem IpsRisk abbilden zu können, kommen das Borkenkäfer-Phänologiemodell PHENIPS und aus historischen Fallenfangdaten generierte Verteilungsfunktionen zum Einsatz. Ein weiterer wichtiger Faktor in der Abschätzung von Borkenkäferbefall ist die Populationsgröße, welche anhand des Vorjahresbefalls abgeschätzt werden kann. Eigene sehr detaillierte Aufnahmen in den Nationalparken Schwarzwald und Hunsrück-Hochwald ermöglichen ein vertiefendes Verständnis von Phänologie sowie lokaler Befallsdynamik im Jahresverlauf; eine außergewöhnliche Datenbasis, mit der IpsRisk kalibriert werden kann. Trockenstress-Disposition (Abteilung Boden und Umwelt): Die aktuelle Wasserverfügbarkeit sowie die zurückliegende Trockenstresshistorie beeinflussen maßgeblich die Anfälligkeit von Fichtenbeständen gegenüber Borkenkäferbefall. Im IpsPro-Verbundvorhaben wird daher die Wasserversorgung der Fichtenwälder räumlich und zeitlich hochaufgelöst mithilfe des Wasserhaushaltsmodells RoGeR modelliert. Der daraus abgeleitete Trockenstress-Indikator „relatives pflanzenverfügbares Wasser im Wurzelraum“ geht als tagesaktuelles, dynamisches Teilrisiko in das Borkenkäfer-Frühwarnsystem IpsRisk ein. Im Rahmen von IpsPro wurden 2018 in den Nationalparken Schwarzwald und Hunsrück-Hochwald Bodenfeuchtemessflächen auf repräsentativen, Fichten-dominierten Standorten eingerichtet, auf denen die Bodenfeuchte in 30 und 60 cm Tiefe stündlich und in zehnfacher Wiederholung erfasst wird. Die Bodenfeuchtemessungen dienen der Einschätzung der aktuellen Situation und werden in erster Linie zur Plausibilisierung von RoGeR herangezogen. Aufgrund der zunehmenden Relevanz der Wasserversorgung für die Vitalität von Wäldern wird das kontinuierliche Bodenfeuchtemonitoring auch nach Projektende weiter fortgeführt werden. Systemoptimierung und Validierung (Abteilungen Boden und Umwelt sowie Waldschutz; Staatsbetrieb Sachsenforst, Universität Hamburg): Im für den Verlängerungszeitraum (ab November 2020) neu etablierten AP geht es um eine umfassende Validierung und Optimierung von IpsRisk hinsichtlich eines späteren Praxiseinsatzes. Hierfür werden aktuelle Befallsmeldungen, insbesondere aus Borkenkäferbefalls-Apps räumlich und zeitlich hochaufgelöst in IpsRisk implementiert. Diese Befallsdaten werden zugleich für die überregionale Plausibilisierung, Validierung und Kalibrierung des Frühwarnsystems herangezogen. Hier helfen sie insbesondere bei der Definition der Risikoschwellen für die Teilrisiken und das abgeleitete Befallsrisiko. Ferner wird IpsRisk mithilfe eines Praxistests durch Expert*innen in ausgewählten Testgebieten auf seine Tauglichkeit hin überprüft werden. Die gesammelten Erfahrungen fließen in die weitere Entwicklung des Frühwarnsystems mit ein. 2017 2020 Klimafolgenforschung Forstzoologische & forstpathologische Forschung (ab 2013) Boden und Umwelt (Koordination und Durchführung Gesamtprojekt Einbindung des Wasserhaushaltmodells) Waldschutz (Borkenkäfermonitoring, PHENIPS-Modellierung) Peter Hartmann Markus Kautz

Level II - Dauerbeobachtungsflächen und Stoffflussmessnetz

70 Die 10 Standorte des Level II - Messnetzes sind eine Untermenge der Depositionsmessnetzstandorte und der Kronenzustands-Dauerbeobachtungsflächen der Abt. Boden und Umwelt. Die Kombination von Kronenzustandserfassung, Depositions- und Stoffhaushaltsmessungen sowie bodenkundliche Untersuchungen sollen an diesen Standorten die Identifikation und Prüfung von kausalanalytischen Hypothesen zur Erklärung der Ökosystementwicklung ermöglichen. An den Messorten Rotenfels, Altensteig, Heidelberg, Esslingen, Ochsenhausen und Conventwald wird die Wirkung von atmogenen Stoffeinträgen auf Transportprozesse in der Bodenlösung untersucht. Die Messorte repräsentieren Stoffflusstypen, welche sich durch die Hauptbodenart und Depositionsmerkmale (stoffliche Zusammensetzung, Belastungsintensität) definieren. Die Standorte Heidelberg und Esslingen werden im Rahmen des "Bodenintensivmessnetzes" mit der LfU gemeinsam betrieben. Mit Ausnahme von Esslingen sind alle Standorte Level II-Flächen. Eine Zusammenarbeit erfolgt mit allen am Level II-Programm beteiligten EU-Ländern und den Forstlichen Versuchsanstalten der am Level II-Programm beteiligten Bundesländer. 1994 ohne Schwerpunkt Forstliches Umweltmonitoring Boden und Umwelt Waldschutz Peter Hartmann

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