Dr. Falko Brieger

seit 2017: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, FVA Freiburg, Wildtierinstitut

2016 - 2017: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Professur für Wildtierökologie, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg

2014 - 2017: Promotion an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Professur für Wildtierökologie

                      Titel der Dissertation: „Assessing the effectiveness of wildlife warning reflectors to mitigate animal-vehicle collisions“

2010 - 2017: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, FVA Freiburg, Abt. Wald und Gesellschaft, Fachbereich Wildtierökologie

2006 - 2010: Wissenschaftliche Hilfskraft, FVA Freiburg, Abt. Wald und Gesellschaft, Fachbereich Wildtierökologie

1999 - 2005: Studium der Forstwissenschaft (Diplom), Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg und SLU, Umeå (Nordschweden)

 

 

2017

Do roe deer react to wildlife warning reflectors? A test combining a controlled experiment with field observations. European Journal of Wildlife Research 63:72, https://doi.org/10.1007/s10344-017-1130-5

BRIEGER, F.; HAGEN, R.; KRÖSCHEL, M.; HARTIG, F.; PETERSEN, I.; ORTMANN, S.; SUCHANT, R. , Veröffentlichungen  Wald und Gesellschaft 
2017

No evidence for a ‘warning effect’ of blue light in roe deer. Wildlife Biology, https://doi.org/10.2981/wlb.00331 URL: http://www.bioone.org/doi/full/10.2981/wlb.00331

BRIEGER, F.; KÄMMERLE, J.L.; MARTSCHUK. N.; ORTMANN, S.; HAGEN, R. , Veröffentlichungen  Wald und Gesellschaft 
2017

Temporal patterns in road crossing behaviour in roe deer (Capreolus capreolus) at sites with wildlife warning reflectors. PLoS ONE 12(9): e0184761. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0184761

KÄMMERLE, J.-L.; BRIEGER, F.; KRÖSCHEL, M.; HAGEN, R.; STORCH, I.; SUCHANT, R. , Veröffentlichungen  Wald und Gesellschaft 
2016

Effectiveness of light-reflecting devices: A systematic reanalysis of animal-vehicle collision data. Accid. Anal. Prev. 97, 242-260. doi:10.1016/j.aap.2016.08.030

BRIEGER, F.; HAGEN, R.; VETTER, D.; DORMANN, C.F.; STORCH, I. , Veröffentlichungen  Wald und Gesellschaft 
  • Brieger, F., Hagen, R., Kröschel, M., Hartig, F., Petersen, I., Ortmann, S., Suchant, R. (2017): Do roe deer react to wildlife warning reflectors? A test combining a controlled experiment with field observations. Europeiaan Journal of Wildlife Research 63:72. DOI 10.1007/s10344-017-1130-5
  • Brieger, F., Kämmerle, J.-L., Martschuk, N., Ortmann, S., & Hagen, R. (2017): No evidence for a ‘warning effect’of blue light in roe deer. Wildlife Biology, wlb--00331.
  • Kämmerle, J.-L., Brieger, F., Kröschel, M., Hagen, R., Storch, I., & Suchant, R. (2017): Temporal patterns in road crossing behaviour in roe deer (Capreolus capreolus) at sites with wildlife warning reflectors. PLoS One, 12(9), e0184761.
  • Brieger, F., Hagen, R., Vetter, D., Dormann, C. F., Storch, I. (2016): Effectiveness of light-reflecting devices: A systematic reanalysis of animal-vehicle collision data. Accident Analysis and Prevention 97: 242-260.
  • Brieger, F., Strein, M. (2020): Keine Wirkung von blauen Wildwarnreflektoren auf das Rehverhalten. Straßenverkehrstechnik 64(3), FGSV.

Forschungsschwerpunkte

  • Wirksamkeit von Wildunfallpräventionsmaßnahmen
  • Strategien und Maßnahmen zur Vermeidung von Wildunfällen

 

Lehrtätigkeit

keine Lehrtätigkeit vorhanden

Projekte

Wirtschaftliche Randbedingungen für die Herstellung und die Unterhaltung von Wildschutzmaßnahmen an Bundesfernstraßen (BAB, anbaufreie Bundestraßen bzw. Bundestraßen mit Wildunfallschwerpunkt nach WSchuZR) [BASt - FE 03.0525/2013/FRB ]

1554 Die Zunahme der Straßennetzdichte, des Verkehrsaufkommens und der Motorisierung einerseits sowie die regional z.T. wachsende Wilddichte und die zunehmende Zerschneidung von Wildwechseln andererseits erhöhen das Risiko von Kollisionen zwischen Fahrzeugen und Tieren. Fahrzeuginsassen können durch Wildunfälle verletzt oder gar getötet werden und Tiervorkommen werden durch die Barrierewirkungen oder aufgrund hoher Tierverluste erheblich beeinträchtig. Das Forschungsprojekt leistete zwei Module zum Themenkomplex Wildunfälle. Zum einen wurde eine Methode zur Identifizierung von Wildunfallhäufungsabschnitten entwickelt und diese bei gegebener Datengrundlage bundesweit angewandt. Zum andern erfolgte eine Übersicht und Bewertung der bundesweit eingesetzten Wildschutzzaunsysteme, um Vorschläge zur Verbesserung abzuleiten. 2017 2019 ohne Schwerpunkt Wildtierökologie (2016 - 2020) Wald und Gesellschaft (Analyse der Wirtschaftlichkeit von Wildschutzzäunen; Verfassen eines Endberichts)

Untersuchung zur Wirksamkeit von Wildunfall-Präventionsmaßnahmen im Straßenverkehr mittels Analyse des Raum-Zeit-Verhaltens von Rehen durch Satellitentelemetrie

1032 In Deutschland werden jährlich ca. 300.000 Wildunfälle mit größeren Säugetieren dokumentiert. In Baden-Württemberg ereignet sich alle 20 Minuten ein Wildunfall, in Deutschland sogar alle 2 Minuten. Dabei entstehen rund eine Milliarde Euro an Sachschäden, mehrere tausend Verletzte und mehr als ein Dutzend Verkehrstote. Vor diesem Hintergrund ist die Anwendung von effizienten und praxistauglichen Wildunfallpräventionsmaßnahmen, wie Wildwarnreflektoren sinnvoll. Bisher wurden bei Untersuchungen zur Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren meist nur Vorher-Nachher-Vergleiche von Wildunfallzahlen betrachtet, die als Index für die Wirksamkeit der Maßnahme herangezogen wurden. Dieser Untersuchungsansatz führte jedoch zu sehr konträren Ergebnissen. Im Projekt soll zum ersten Mal die Wirksamkeit von Wildwarnreflektoren durch einen verhaltensorientierten Ansatz überprüft werden. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie Rehe tatsächlich auf Wildwarnreflektoren reagieren und ob sich dadurch Wildunfälle effektiv reduzieren lassen können. Für die Beantwortung der Fragestellung kommen im Projekt verschiedene methodische Ansätze zur Anwendung, um statistisch abgesicherte Aussagen zu ermöglichen. 1. GPS-Satellitentelemetrie: Rehe werden im Straßenbereich gefangen und mit GPS-Halsbandsendern markiert, wodurch das Raum-Zeit-Verhalten der Tiere und mögliche Veränderungen durch Wildwarnreflektoren beobachtet werden können. 2. Wärmebildkamera: Hochauflösende Wärmebildkameras erlauben detaillierte Verhaltensbeobachtungen ohne die Notwendigkeit weiterer technischer Hilfsmittel wie Scheinwerfer, so dass eine ungestörte Dokumentation des Rehverhaltens am Straßenrand auf Wildwarnreflektoren in Kombination mit sich nähernden Fahrzeugen möglich ist. 3. Experimentelle Reflektorversuche mit Gehegerehen: Das Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin betreibt bei Eberswalde eine Feldforschungsstation mit Gehegerehen. In einer Kooperation kann unter standardisierten Bedingungen die Wirkungsweise verschiedener Reflektormodelle auf Gehegerehe experimentell untersucht werden 2009 2015 ohne Schwerpunkt Wildtierökologie (bis 2012) Waldnaturschutz (Projektkoordination Rehwildtelemetrie Maßnahmenanalyse Entwicklung GIS-gestützte Wildunfalldatenbank) Wald und Gesellschaft (Projektkoordination Rehwildtelemetrie Maßnahmenanalyse Entwicklung GIS-gestützte Wildunfalldatenbank) Biometrie und Informatik (Unterstützung statistische Modelle) Max Kröschel Falko Brieger

Monitoring von Wildtierarten

390 Die FVA ist vom Land Baden-Württemberg mit dem Monitoring seltener, waldgebundener Tierarten wie Auerhuhn, Luchs, Wildkatze, Wolf u.a. beauftragt. Fortlaufend werden Hinweise über diese Tierarten über das Netzwerk der Wildtierbeauftragten in den Landkreisen an die FVA gemeldet und dokumentiert. Über dieses vorwiegend passive Monitoring-System ist es bei aktuellem Vorkommen dieser Tiere möglich, erneute Auftreten, Wanderbewegungen, Nutztierübergriffe, Wildunfallschwerpunkte und weitere Ereignisse zu erfassen. Das Monitoring gilt als wissenschaftliche Basis und Voraussetzung um Fragen rund um das Management von JWMG - Tierarten, sowie als Grundlage für die FFH- Berichtserstellung. 1993 ohne Schwerpunkt Wildtierökologie (bis 2012) Wald und Gesellschaft (Koordination und Weiterentwicklung der auf Tierarten bezogenen Monitoringsysteme, Entwicklung angepasster Methoden und Datenbanken, Anforderungen aus den Bereichen Waldschutzgebiete, NATURA2000, Alt- und Totholzprogramm) Biometrie und Informatik (Begleitung der Methodenentwicklung, Einspeisung von Inventurdaten) Sabrina Streif Falko Brieger

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