Innovative Verfahren zur Verwendung von Industrielaubholz (Eiche) für Tragsysteme des Holzbaus

Das Projekt hat zum Ziel, bisher ungenutztes oder geringwertig genutztes Laubschwachholz durch neue Verfahren des Ingenieurholzbaus einer langlebigen, hochwertigen Nutzung zuzuführen. Am Beispiel der Eiche soll untersucht werden, ob und wie Laubschwachholz, welches aufgrund seines Stammdurchmessers und seiner geometrischen Form (Wuchs und weiterer äußerer und innerer Stammmerkmale) bislang für standardisierte Anwendungen des konstruktiven Holzbaus als ungeeignet angesehen wurde, der oben beschriebenen höherwertigen Nutzung zugeführt werden kann. Dabei soll eine neue Prozesskette Forst-Sortierung-Säge-Konstruktion entwickelt und praktisch erprobt werden. Zur Demonstration der entwickelten Ansätze soll ein Tragwerk in Form einer Halle erstellt werden.

Das Projekt ist in drei Arbeitsschritte gegliedert:
- Herleitung der notwendigen mechanischen Kenngrößen für eine Tragwerksplanung durch Charakterisierung der Rohholzes mittels Computertomografie, Schwingungsverfahren und zerstörender Materialprüfung an Großproben
- Nichtzerstörende Prüfung von Eichenrohholz und Erstellung einer Datenbank mit Materialkennwerten für die Konzeption Statik und Konzeption Fügung als Grundlage für eine baustatische Planung unterschiedlicher Tragwerkstypen
- Konkrete Planung und Erstellung eines konkreten Bauwerks aus dem charakterisierten Eichenschwachholz

Projektkoordinator ist Hochschule Trier, Kompetenzentrum Holz; weitere Projektpartner sind die Hochschule Mainz, Institute of Innovative Structure, sowie die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) der Landesforsten Rheinland-Pfalz.
Projektnummer: 1552
Beginn: 2019
Forschungsschwerpunkt: Laubholzforschung
Ende: 2023
Arbeitsbereiche: Vermessung und Sortierung
Beteiligte Abteilungen: Waldnutzung

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