Aktuelle Situation

16.10.2023

Es wird herbstlich und nun auch spürbar kälter; für die Borkenkäfer geht es nun immer mehr in Richtung Überwinterung. Während die letzten warmen Wochen noch teilweise dreistellige Fangzahlen brachten, wird die Schwärmaktivität nun immer geringer - und somit auch das Frischbefallsrisiko.

AUSBLICK 

Im Herbst und über den Verlauf des Winters wird auch weiterhin übersehener, fortgeschrittener Befall sichtbar werden. Hier ist es wichtig, die Käferbäume noch möglichst vor dem Winterbeginn zu sanieren, bevor immer mehr Rinde samt Borkenkäfern abfallen kann oder Käfer nochmal krabbelnd die Bäume verlassen können. 

Die Intensität der Befallskontrollen kann nun etwas heruntergefahren werden. Wenn möglich, sollten noch 2 Begänge vor Frost/Schnee durchgeführt werden, um übersehenen Befall noch rechtzeitig zu erkennen. Bei der Kontrolle ist nun nach fortgeschrittenem Befall Ausschau zu halten (Befallsmerkmale: Spechtabschläge, Nadelabfall, beginnende Kronenverfärbungen) - aber auch altes Bohrmehl kann noch auf Befall hinweisen. Sollten die Borkenkäfer die Bäume bereits verlassen haben, können diese aus Waldschutz-Sicht stehen gelassen werden, da von ihnen kein Befalls-Risiko mehr ausgehen wird. Diese Bäume bieten willkommene Refugien für Totholz-Arten und der kommenden Verjüngung Schutz. 

Im kommenden Frühjahr (Februar/März) sollten die Bestände nochmals auf übersehenen Befall kontrolliert werden.

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Mehr zur aktuellen Situation finden Sie auch hier im Newsletter Süd-West

Auch bei der Weißtanne ist der Trockenstress und Käferdruck spürbar: Mehr dazu in der  FVA Waldschutz-Info!

Allgemeines zu Borkenkäfern und Management finden Sie hier in der überarbeiteten 12. Auflage der FNR-Broschüre "Borkenkäfer an Nadelbäumen - erkennen, vorbeugen, bekämpfen", welche als pdf hier verfügbar ist.

 

 

 

 

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