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Zum Glück sind die Borkenkäfer in diesem Jahr bislang weiter auf dem Rückzug. Denn die Fichten und Tannen sind durch Hitze und Trockenheit zunehmend gestresst und können sich nurmehr bedingt gegen die Käferattacken wehren. Jetzt heißt´s: Auf der Hut bleiben und initiale Käfernester rasch sanieren – bevor sich eine neue Dynamik aufbauen kann.

Die ersten überwinterten Käfer sind schon wieder unterwegs auf der Suche nach befallstauglichen Fichten und Tannen. Um den rückläufigen Trend der Populationsdichten und Befallsmengen fortzusetzen, sind nach wie vor zeitnahe, effektive Maßnahmen des Borkenkäfer-Managements ratsam. Wöchentliche Daten, Phänologie- und Risikomodelle sowie abgeleitete Handlungsempfehlungen unterstützen deren Planung und Umsetzung.

Ein Sommer, der Hoffnung macht: Die Massenvermehrung der Buchdrucker verliert deutlich an Fahrt. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sinken die jährlichen Befallszahlen voraussichtlich erstmals unter den 2018er Wert. Damit dieser Trend hoffentlich auch im kommenden Jahr anhält, sind regelmäßige Befallskontrollen bis in den Herbst hinein ratsam, um auch noch spät zeichnenden Befall (Überwinterungsbäume) zu erkennen und zu sanieren.

Erste Buchdrucker-Generation fliegt aus Es ist Halbzeit im „Borkenkäferjahr“ 2025 und aktuell beginnt in vielen Landesteilen der Ausflug der ersten Käfergeneration. Der Zeitpunkt ist saisontypisch und lässt keine außergewöhnliche Generationenentwicklung in diesem Jahr erwarten. Auch sind im Vorjahresvergleich vielerorts rückläufige Fang- und Befallszahlen zu beobachten. Die trockenwarme Witterung macht die Fichten nun allerdings zunehmend befallsanfälliger.

Bisher ist nicht viel los in den südwestdeutschen Fichtenwäldern – die relativ kühlen Temperaturen lockten Buchdrucker und Kupferstecher noch nicht sehr zahlreich aus ihren Winterquartieren. Lediglich in den tieferen Lagen kam es zu ersten nennenswerten Schwärmflügen. Die kommenden Wochen werden nun zeigen, ob der sich im vergangenen Jahr vielfach abzeichnende Trend der Schadholzabnahme weiter anhält.

Eine spannende Käfersaison geht zu Ende: sehr früher Schwärmbeginn – Verzögerung, jedoch auch erschwerte Befallserkennung im Frühjahr – Dynamik im Hochsommer. Unterm Strich war 2024 in Südwestdeutschland erneut ein Kalamitätsjahr bei Buchdrucker und Kupferstecher, während die Tannenborkenkäfer-Schäden deutlich zurückgingen.

Nach einem Frühstart Anfang April hat die kühl-feuchte Witterung der Folgewochen für eine Verzögerung der Schwärm- und Befallsaktivität gesorgt. Dass die Borkenkäferdichte aber nach wie vor hoch ist, zeigten die massiven Fangzahlen im Juni. Bis in mittlere Höhenlagen kommt es derzeit zum Ausflug der ersten Käfergeneration.

Vierstellige Buchdrucker-Fangzahlen bereits Anfang April? Das Jahr 2024 schreibt Schwärmstart-Rekorde! Die Käfer freut's, den Waldbesitzenden treibt's wohl einmal mehr den Schweiß auf die Stirn – nahezu landesweit werden ab sofort wieder Frischbefallskon- trollen empfohlen.

Überwinterungsbäume noch effektiv im Herbst sanieren: Der Borkenkäfer-Schwärmflug tendiert nun gegen Null, Frischbefall und Brutanlagen sind daher keine mehr zu erwarten. Das Käfermanagement sollte sich jedoch weiterhin intensiv darum bemühen, die zunehmend besser erkennbaren Überwinterungsbäume noch frühzeitig im Herbst zu sanieren, um die überwinternde Käferpopulation effektiv abzusenken.

Obwohl nun bereits ein Teil der Buchdruckerpopulation zum Überwintern unter der Rinde verharrt, motivieren die aktuell sehr warmen Temperaturen viele Käfer noch zu spätsommerlichen Brutanlagen. Das reguläre Käfermanagement (d.h. zeitkritische Kontrolle und Abfuhr) sollte daher unverändert fortgesetzt werden.

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