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Ein Sommer, der Hoffnung macht: Die Massenvermehrung der Buchdrucker verliert deutlich an Fahrt. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sinken die jährlichen Befallszahlen voraussichtlich erstmals unter den 2018er Wert. Damit dieser Trend hoffentlich auch im kommenden Jahr anhält, sind regelmäßige Befallskontrollen bis in den Herbst hinein ratsam, um auch noch spät zeichnenden Befall (Überwinterungsbäume) zu erkennen und zu sanieren.

Erste Buchdrucker-Generation fliegt aus Es ist Halbzeit im „Borkenkäferjahr“ 2025 und aktuell beginnt in vielen Landesteilen der Ausflug der ersten Käfergeneration. Der Zeitpunkt ist saisontypisch und lässt keine außergewöhnliche Generationenentwicklung in diesem Jahr erwarten. Auch sind im Vorjahresvergleich vielerorts rückläufige Fang- und Befallszahlen zu beobachten. Die trockenwarme Witterung macht die Fichten nun allerdings zunehmend befallsanfälliger.

Bisher ist nicht viel los in den südwestdeutschen Fichtenwäldern – die relativ kühlen Temperaturen lockten Buchdrucker und Kupferstecher noch nicht sehr zahlreich aus ihren Winterquartieren. Lediglich in den tieferen Lagen kam es zu ersten nennenswerten Schwärmflügen. Die kommenden Wochen werden nun zeigen, ob der sich im vergangenen Jahr vielfach abzeichnende Trend der Schadholzabnahme weiter anhält.

Eine spannende Käfersaison geht zu Ende: sehr früher Schwärmbeginn – Verzögerung, jedoch auch erschwerte Befallserkennung im Frühjahr – Dynamik im Hochsommer. Unterm Strich war 2024 in Südwestdeutschland erneut ein Kalamitätsjahr bei Buchdrucker und Kupferstecher, während die Tannenborkenkäfer-Schäden deutlich zurückgingen.

Nach einem Frühstart Anfang April hat die kühl-feuchte Witterung der Folgewochen für eine Verzögerung der Schwärm- und Befallsaktivität gesorgt. Dass die Borkenkäferdichte aber nach wie vor hoch ist, zeigten die massiven Fangzahlen im Juni. Bis in mittlere Höhenlagen kommt es derzeit zum Ausflug der ersten Käfergeneration.

Vierstellige Buchdrucker-Fangzahlen bereits Anfang April? Das Jahr 2024 schreibt Schwärmstart-Rekorde! Die Käfer freut's, den Waldbesitzenden treibt's wohl einmal mehr den Schweiß auf die Stirn – nahezu landesweit werden ab sofort wieder Frischbefallskon- trollen empfohlen.

Überwinterungsbäume noch effektiv im Herbst sanieren: Der Borkenkäfer-Schwärmflug tendiert nun gegen Null, Frischbefall und Brutanlagen sind daher keine mehr zu erwarten. Das Käfermanagement sollte sich jedoch weiterhin intensiv darum bemühen, die zunehmend besser erkennbaren Überwinterungsbäume noch frühzeitig im Herbst zu sanieren, um die überwinternde Käferpopulation effektiv abzusenken.

Obwohl nun bereits ein Teil der Buchdruckerpopulation zum Überwintern unter der Rinde verharrt, motivieren die aktuell sehr warmen Temperaturen viele Käfer noch zu spätsommerlichen Brutanlagen. Das reguläre Käfermanagement (d.h. zeitkritische Kontrolle und Abfuhr) sollte daher unverändert fortgesetzt werden.

Die wärmer werdenden Temperaturen in den kommenden Tagen liefern den Borkenkäfern nochmal die Möglichkeit zum Schwärmflug, sei es für letzte Brutanlagen oder lediglich zum Aufsuchen von Überwinterungsquartieren. Im Laufe des Septembers wird dann, je nach Witterung, das Risiko für frischen Befall allmählich abnehmen und die sehr befallsdynamische Käfersaison im Nationalpark Schwarzwald sich dem Ende zuneigen.

Spätsommer-Befallswelle in Sicht. Die kühlen und verregneten letzten Wochen linderten zwar kurzfristig den Befallsdruck, die Borkenkäfer-Saison ist jedoch noch nicht vorbei: Sommerliche Temperaturen werden die Käfer in den kommenden Tagen erneut intensiv schwärmen lassen und für weiteren Frischbefall sorgen.

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