Testbetriebsnetze

Der Wunsch, über die wirtschaftliche Situation im Kommunal- und Privatwald Baden-Württembergs belastbares Datenmaterial zu erhalten, ließ in den 1970er Jahren die beiden Testbetriebsnetze in Baden-Württemberg entstehen.

Testbetriebe, Land- und Bundestag und europaweite Institutionen profitieren von diesem großen Datenschatz in vielfältiger Weise.

Testbetriebsnetz BMEL > 200 ha

Das TBN „Forst“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) besteht seit 1976. Es erhebt jährlich Daten über das naturale und wirtschaftliche Handeln kommunaler und privater Forstbetriebe mit mehr als 200 ha forstlicher Betriebsfläche. Zusätzlich werden die jeweiligen Landesforstbetriebe („Staatswald“) abgebildet. Auch vergleichende Auswertungen (sog. Benchmarking) zwischen mehreren Betrieben im Netz sind möglich.

Die Organisation für das Netz liegt beim BMEL, in Baden-Württemberg übernimmt die Durchführung der Erhebung im Stichprobenverfahren und die landesspezifische Auswertung die FVA mit ihrer Abteilung „Forstökonomie und Management“.

Testbetriebsnetz Kleinprivatwald 5 – 200 ha

Den Bereich unter 200 ha deckt das Testbetriebsnetz Kleinprivatwald mit ca. 140 Betrieben im Bereich 5 bis 200 ha Waldfläche ab. Meist gingen diese Wälder aus bäuerlichen Land- und Forstwirtschaftlichen Betrieben hervor. Für unsere Kulturlandschaft ist diese Tatsache sehr wichtig. So werden 260.000 ha Waldfläche von ca. 150.000 gemischt land- und forstwirtschaftlichen Betrieben bewirtschaftet. Deren Waldeinkünfte tragen dazu bei, dass derzeit ca. 1/3 (1.1650.000 ha) der gesamten Landesfläche gepflegt wird.

Das Testbetriebsnetz Kleinprivatwald wird von der FVA von Freiburg aus zentral betrieben. Jeweils zum Ende des Wirtschaftsjahres werden die Betriebe aufgesucht und dabei die Ertrags- und Aufwandsdaten des Betriebszweigs Wald erhoben und ausgewertet.

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