Aktuelle Situation

05.05.2021

Aufgrund der anhaltend ungewöhnlich niedrigen Temperaturen verzögert sich der Hauptschwärm- und Befallsbeginn der relevanten rindenbrütenden Fichten- und Tannenborkenkäferarten Buchdrucker / Kupferstecher bzw. Krummzähniger Tannenborkenkäfer weiter. Zu ersten Schwärmflügen ist es bei allen 3 Arten in den vergangenen Wochen bereits gekommen, jedoch nur in tiefen Lagen und selbst da auf meist niedrigem Niveau (Buchdrucker max. 1.600 Käfer / Woche und Falle, Kupferstecher 800, Krummzähniger Tannenborkenkäfer 1.000). Der weit überwiegende Teil der überwinterten Käfer sitzt damit noch wartend unter der Rinde. Schwärmtaugliche Temperaturen (>16°C) sind laut aktueller Prognose in allen 3 südwestdeutschen Bundesländern zum Wochenwechsel kurzzeitig in Sicht. Dann kann es je nach Populationsdichte (Vorbefall) lokal auch zu erhöhter Schwärmaktivität kommen - frischer Stehendbefall ist in diesem Fall nicht gänzlich auszuschließen. Zum Hauptschwärm- und Befallsbeginn wird es jedoch in weiten Landesteilen >500 ü.NN voraussichtlich erst im kommenden Schönwetterfenster (Zeitpunkt aktuell noch nicht absehbar) kommen.

 

Was ist aktuell zu tun?

Bis zum Ausflug der überwinterten Borkenkäfer können bisher übersehene Überwinterungsbäume noch saniert werden. Die locker sitzende Rinde (bei Fichte) fällt jedoch mitsamt der Käfer beim Aufarbeiten z.T. ab und kann die Wirksamkeit reduzieren; ein Unschädlichmachen der abfallenden Rindenstücke ist daher ratsam.

Die Aufarbeitung von evtl. Schneebruchschäden aus dem Winter, insbesondere der gebrochenen Gipfelstücke, ist geboten, um den Borkenkäfern (z.B. dem Kupferstecher) geeignetes Brutmaterial zu entziehen.

Letzte, in den gefährdeten Beständen liegende Befallspolter sind unbedingt abzufahren, bevor die Temperaturen wieder ansteigen. Ansonsten werden die darin verbliebenen Käfer ausfliegen und Folgebefall verursachen. Zudem besteht das Risiko von fortschreitendem Holzbrüterbefall am Polterholz.

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