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Die F1-Generation beginnt seit ca. zwei Wochen mit dem Ausschwärmen aus den Brutbäumen, Buchdrucker-Populationsdichte sowie Befallsdynamik im NLP-Puffer sind sehr hoch. Damit ist hier regional – entgegen dem Landestrend und den vorsichtigen Hoffnungen zu Saisonbeginn – eine Fortsetzung der Massenvermehrung auch in diesem Jahr zu beobachten.

Bruten befinden sich im weißen Stadium Die seit Anfang Mai angelegten Buchdruckerbruten der ersten Generation befinden sich aktuell zumeist im Larvenstadium, vereinzelt auch bereits im Puppenstadium. Derzeit schwächt sich der Frühjahrsschwarm ab, umsichtige Befallskontrollen sind aber trotzdem weiterhin wichtig. Mit dem Ausflug der ersten F1-Jungkäfer im Nordschwarzwald ist je nach Witterung, Höhenlage und Exposition voraussichtlich ab Mitte/Ende Juni zu rechnen.

Mit den frühsommerlichen Temperaturen während der vergangenen zwei Wochen ist der Großteil der überwinterten Buchdrucker nun ausgeflogen, um die erste Käfergeneration anzulegen. Dieser konzentrierte Frühjahrsschwarm führt bis hinauf in die Höhenlagen der Mittelgebirge zu einem sprunghaft erhöhten Befallsrisiko.

Mit den frühsommerlichen Temperaturen fliegen seit dem Wochenende die Buchdrucker in großer Zahl aus ihren Überwinterungsquartieren aus und sorgen damit nun für ein erhöhtes Befallsrisiko in den Fichtenbeständen des Nordschwarzwaldes. Regelmäßige Befallskontrollen sind ab sofort wieder ratsam, um den frisch entstandenen Befall frühzeitig zu erkennen und unschädlich zu machen.

Bisher ist landesweit der Großteil der überwinterten Buchdrucker nicht ausgeflogen; der Hauptschwarm und in dessen Folge zu erwartender Stehendbefall steht noch aus. Bis dahin gilt es, potenziellen Brutraum (Kronenbruch, Windwurf) unschädlich zu machen sowie eventuell noch verbliebene Überwinterungsbäume zu sanieren. Damit stehen die Chancen auf einen weiteren Rückgang der Schadholzzahlen in diesem Jahr je nach Witterung ziemlich gut.

Wer noch zu Jahresbeginn auf derart deutlich sinkende Befallszahlen gewettet hätte, wäre wahrscheinlich als kühner Optimist belächelt worden – nun offenbart die Bilanz: 40% weniger Befall im NLP-Pufferstreifen im Vergleich zum Vorjahr! Ein Blick auf die zurückliegende Saison zeigt das glückliche Zusammenspiel begünstigender Faktoren und macht Hoffnung auf ein baldiges Ende der Buchdrucker-Massenvermehrung.

Ein Mix an günstigen, populationsreduzierenden Faktoren lässt die Buchdruckerdichten und den daraus resultierenden Schadholzanfall in der zweiten Saisonhälfte deutlich zurückgehen. Eine dritte Käfergeneration wurde 2021 in weiten Landesteilen nicht angelegt. Die Vorzeichen für ein baldiges Ende der Massenvermehrung sind also gut! Aktuell gilt es nun, womöglich noch verbliebene Überwinterungsbäume schnellstmöglich aus den Beständen zu bringen.

Die Borkenkäfersaison neigt sich dem Ende zu – und ein Fazit kann man ohne Zweifel jetzt schon ziehen: die Situation im NLP-Pufferstreifen hat sich in diesem Jahr spürbar beruhigt. Das zeigen sowohl die spätsommerlichen Fangzahlen in den Monitoringfallen als auch der bisherige Schadholzanfall in den Beständen. Jetzt gilt es allerdings noch, die letzten womöglich übersehenen Überwinterungsbäume zu entdecken und rechtzeitig vor dem Rindenabfall zu sanieren – damit sich der positive Trend dann auch im kommenden Jahr hoffentlich fortsetzen wird.

Die Buchdrucker fliegen seit Anfang August nurmehr verhalten aus, lediglich in der vergangenen Woche stiegen die Fangzahlen aufgrund der optimalen Witterung desöfteren nochmal über die 1.000-er Marke, lokal kamen z.T. sogar über 2.500 Käfer in die Pufferstreifen-Fallen. Aller Voraussicht nach neigt sich die Schwärmsaison nun so langsam dem Ende zu. Befallskontrollen sind aber weiterhin noch wichtig, um die oft nur verzögert auftretenden Befallsmerkmale zu erkennen.

In der vergangenen Woche kam es im NLP-Umfeld zum erwarteten massiven Ausschwärmen der Jungkäfer, verbunden mit deutlich erhöhten Befallszahlen. Diese Situation wird sich weiter fortsetzen, sodass die kommenden Wochen unbedingt genutzt werden sollten, um den Frischbefall anhand des bei den F2-Brutanlagen ausgeworfenen Bohrmehls frühzeitig zu erkennen.

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