Bodenvegetation

Aufgrund der großen Artenzahl, der gut bekannten, spezifischen Standortansprüche (Licht, Wasserhaushalt, Temperatur und Nährstoffverfügbarkeit) und der leichten Erfassbarkeit im Gelände ist die Bodenvegetation eine interessante Indikatorgruppe um die Auswirkung von Waldbewirtschaftung auf die Biodiversität zu untersuchen. Zudem ist das Vorkommen vieler anderer Arten eng verknüpft mit der Vegetation, da diese wichtigen Ressourcen wie Nahrung oder Brutstätte bietet. Im Vegetationsmodul werden auf jedem Hektar die Baum-, Strauch-, Kraut-, Moos- und Flechtenschicht auf Artebene aufgenommen. Dies geschieht auf fünf Dauerbeobachtungsflächen   à 100 m² auf jeder der 60 Untersuchungsflächen.  Da Lichtverfügbarkeit für die Krautschicht im Wald häufig der limitierende Faktor ist, wird diese mit Hilfe eines Lichtmessgerätes (Plant Canopy Imager CL-110) quantifiziert. Die Vegetation reagiert sehr schnell auf sich verändernde Umweltbedingungen. Dies ist gerade bei großen Störungen, wie auf den natürlichen Störungsflächen und den anthropogen geschaffenen Freiflächen, sehr spannend. Die Vegetation passt sich an die neuen Umweltbedingungen an – schattentolerante Arten werden verdrängt und andere lichtbedürftige Arten übernehmen die Regie. Mit den Vegetationsaufnahmen möchten wir gerne folgendes herausfinden:

- Welche Arten profitieren durch die Freiflächen und somit einer erhöhten Heterogenität der Ressourcenverfügbarkeit auf Landschaftsebene?

 - Wird die gesamte Artenanzahl erhöht, weil spezialisierte Arten koexistieren können?

- Außerdem erhoffen wir uns die räumlichen und zeitlichen Veränderungen von Arten besser zu verstehen, um zum Beispiel herauszubekommen welche Arten auf ungestörte alte Wälder angewiesen sind.

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